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Das Wetter spielt verrückt.

Da schaut man raus, wenn man es endlich geschafft hat rein zu kommen, und sieht das Schneetreiben, durch das man sich gerade noch bewegte. So ein Wetter und der Schnee, das hätte ja auch keiner erwartet. Schnee im Winter, der liegen bleibt - da hat doch einer nicht mitgedacht. Vielleicht schafft es der eine oder andere noch mit seinem Fahrrad rum zu fahren, aber hier ging nichts mehr, selbst Telefongespräche wurden eingeschneit, selbst die Datenpakete hatte nicht mal Lust bei dem Wetter vorbei zu kommen, oder sie haben sich bei dem Schneetreiben verirrt. Ich werde es nie erfahren und deshalb gibt es das Türchen später als gedacht - und auch nicht das was hier hin sollte, den der Teil ist noch eingefroren. Ich konnte aber ein paar Bilder auftauen.

BOFH

 

knaller

gepostet am 09.01.10 um 1:22 Uhr, 0 Kommentare
tags: Türchen

Informatikerfasching Teil I: Die praktische Surfprüfung

Ich betrete den Computerraum an der Volkshochschule, begrüße den Prüfer und der weist mich an, mich an den Windows-XP-Rechner zu setzen.

Prüfer: „Melden se sich als ‚Jast‘ an und starten se dann den Brauser.“

Ich wähle den Benutzer „Gast“ und frage nach dem nötigen Passwort. Der Prüfer schaut mich etwas schief an: „Na, ‚gast‘ natürlich.“

Alsbald suche ich im quietschbunten Startmenü einen Browser, beim Hangeln durch alle Programmgruppen finde ich aber weder Mozilla noch Opera. Nichtmal ein alter Netscape.

Prüfer: „Na, wat dauert det denn so lange? Wat suchense denn? Kennse sich nichmal mit den Computer-Grundlagen aus?! Starten se jetzt doch das Internet, gleich da auf’m Desktop.“

Aus Mangel an Alternativen klicke ich also auf das blaue „e“-Icon. Die eingestellte Startseite erscheint, noch wesentlich bunter als Windows XP, mit vielen Animationen und Schriftarten und -größen. Laute Hintergrundmusik ertönt aus den billigen Lautsprechern; ich will in der Taskleiste den Ton wegdrehen.

Prüfer: „Neee, wat hamse denn vor? Lassense det mal sein. Det is meine Homepage, zeige ick hier allen Schülern, empfehle ick jeden, sowas zu machen. Hab ick mit Frontpage selbst programmiert, janz einfach ...“

Mir kommt es in den Sinn, „validator.w3.org“ in die Adressleiste zu tippen, werde daran aber von einem gelben Popup, beschriftet mit „ZoneAlarm“, am unteren rechten Bildschirmrand gehindert.

Prüfer: „Det is unsere Firewall. Irgendsoein Hacker wollte unseren Computer angreifen, aber die Firewall hat det nicht zujelassen. Det habense in der Theorie ja gelernt. Klickense det mal wech, Beschwerden schreib ick sonst immer an die Provider, aber nich’ während ’ner Prüfung. So, jetzt gehn wa erstma’ auf eine Seite für Computernachrichten. Man muss sich ja informieren. Wegen Viren und Würmer und so’n Getier ...“

Ich habe schon die ersten vier Buchstaben H, E, I und S getippt, da meldet er sich schon wieder: „Wat machense denn jetzt schon wieder? Wollense Seiten mit Schweinebildchen besuchen, wa? Det kennense, wa? HeißeMädels.de oder sowat, wa? ... Neee, seriöse Infos wollen wa. Tippense ein: wäwäwä Punkt Computerbild Punkt de eh!“

...

Zehn Minuten später.

Prüfer: „Neee neee, das mit den Webseiten ist nicht ihre Stärke, das habe ick schon von Anfang an gesehen. Machen wa mal wat anderes. Wir verschicken mal ne E-Mail. Machense mal den Outlook Express auf.“

Ich tue wie geheißen und sehe zum ersten Mal in meinem Leben dieses Programm, von dem ich schon so viel im Usenet gelesen habe ...

Prüfer: „Sie haben doch sicher ne E-Mail-Adresse, wa? Schickense sich selbst mal ne E-Mail von hier. Mit ’nem Anhang. Ick habe da ein paar lustige Sachen in Eigene Dateien Schrägstrich Lustiges. Suchense sich da wat aus.“

Ich erstelle eine neue E-Mail an die Adresse „devnull ät LarsKasper.de“ ...

Prüfer: „Sie haben aber ne lustige E-Mail-Adresse, mit dem Namen hinten. Funktioniert denn das? Hamse denn gar keine bei Web.de oder GMX? Hat doch jeder. Mit dem Namen vorne. Na, machense weiter, hängense was Lustiges da dran!“

... und suche mir aus dem von ihm genannten Ordner die Powerpoint-Datei mit dem geringsten Dateivolumen aus.

Prüfer: „So, jetzt wegschicken!“

Auch das wird erledigt. Die neuen E-Mails werden auch gleich abgerufen.

Prüfer: „Oh, neue Nachrichten. Was ist denn das? Klickense mal da drauf.“

Er deutet auf eine neue E-Mail im Posteingang.

Prüfer: „Ah. Von Microsoft. Die schicken uns was, damit wir hier vor Würmern sicher sind. Hamse das schonmal gemacht, so einen Flicken – Profis nennen das Pätsch – aufzuspielen? Klickense den Anhang gleich mal an, diese EXE-Datei da ... – Hey, wo wollense denn hin? Warum laufense denn weg? Kommense wieder her! HEY! DURCHGEFALLEN! Durchgefallen sindse! ... Der nächste, bitte!“

gepostet am 07.01.10 um 10:30 Uhr, 0 Kommentare
tags: Türchen, Informatikerfasching

Winter in Leipzig

Es mag ja Menschen geben, die Leipzig nicht mögen und auch Menschen, die Schnee nicht mögen. Aber wenn beides aufeinander trifft, dann kann sich selbst ein erfahrener Pessimist der Freude über die Weiße Pracht nicht erwehren. Zumindest dann nicht, wenn er Student ist und ein Fahrrad hat.

Ich fahre gern Fahrrad, und ich fahre auch bei Schnee gern Fahrrad. Im Sommer fahren kann jeder, aber der Schnee stellt den Gleichgewichtssinn vor immer neue Herausforderungen, besonders auf Kopfsteinpflaster und Straßenbahnschienen. Die Stadt Leipzig unterstützt mich bei diesem Winterabenteuer nach Kräften, indem sie Schneepflüge von den Straßen fernhält.

Auch die Uni hilft mit, den Winter zum Erlebnis werden zu lassen. Irgend ein schlauer Baumeister hat nämlich erkannt, dass die Leipziger Seenlandschaft im Winter nur bedingt zum Baden geeignet ist und der Student Alternativen zum Planschen braucht. Anders ist es nicht zu erklären, dass die Stufen hinab in die Fahrradgarage nach hinten geneigt sind und somit hervorragende Wasserbassins bilden.

Das Einzige, was Leipzig im Winter noch zum Paradies auf Erden fehlt, ist ein Skilift. (Wie jetzt, in Leipzig gibts keine Berge? Natürlich gibts die. Zum Beispiel den Bayrischen Platz. Fragt mal einen gebürtigen Leipziger Fahrradfahrer.) Aber keine Sorge, der Lift kommt sicher auch noch. Bis dahin guten Rutsch - und Badehose nicht vergessen!

Itchy

gepostet am 06.01.10 um 9:41 Uhr, 0 Kommentare
tags: Türchen

Fehlende Weihnachtsstimmung

Weihnachten war vorbei und irgendwie hatte ich das Gefühl, dass etwas fehlte. Viel Familie, Plätzchen, auch einige Geschenke - alles da. Und doch... Es dauerte eine Weile, bis ich erkannte, warum bei mir keine richtige Weihnachtsstimmung aufgekommen war. Es fehlte der Kommerz. Weihnachten ohne Kommerz, dass ist doch wie Sonnenbrand ohne Schmerzen. Okay, ich gebe zu, man könnte bessere Vergleiche finden. Aber die Botschaft ist wohl klar: So kommt keine rechte Freude auf.

Von Ebay hab ich in der Weihnachtszeit gerade mal sechs Werbemails bekommen, denen es auch noch arg an Kreativität mangelte. Letztes Jahr war da mehr los, es gab ein wunderschönes virtuelles Glücksrad mit bezaubernder Hintergrundmusik. Web.de schlug sich mit vier Weihnachtsmails auch nicht besser und Penisvergrößerung war gar nicht im Angebot. Dabei wäre das doch ein super Weihnachtsgeschenk.

In der Realität sah es auch nicht besser aus als in der Onlinewelt. Vor der Mensa hab ich in diesem Jahr keinen Pizza.de-Adventskalender in die Hand gedrückt bekommen und ich musste mich regelrecht dazu zwingen überhaupt einmal auf den Weihnachtsmarkt zu gehen, um dort rekordverdächtige zweihundert Gramm gebrannte Mandeln zu kaufen.

In Anbetracht dieser Tatsachen ist es nicht verwunderlich, wenn die Weihnachtsfreude ausbleibt. Das Jahr 2009 wird mir als eines der trostlosesten meines Lebens in Erinnerung bleiben. Halt, nein: Wäre mir beinahe als ein solches in Erinnerung geblieben. Denn vor Silvester war ich dann doch noch mal richtig groß einkaufen. Schließlich will ich weder an der Wirtschaftskrise noch am Feinstaubmangel schuld sein.

Itchy

gepostet am 05.01.10 um 14:11 Uhr, 0 Kommentare
tags: Türchen

Ein Türchen voller Vorurteile

Vorurteile. Kein Mensch ist heute ohne Vorurteile, auch ihr seid nicht ohne Vorurteil.
Das ist jetzt ein Vorurteil, vielleicht gibt es einen oder eine ohne Vorurteile und sie oder er sagt  "Arsch, ich hab es doch schon immer gewusst."

Aber mal im Ernst, Vorurteile gibt es viele, zum Beispiel:

Mediziner - Halbgötter in Weiß
Wenn man im OP liegt sieht man viele Ärzte, doch die sind nicht in weiß, die tragen grün. Man hätte gedachte ich gehe auf die Halbgötter ein - Götter gibt’s in der Kirche. Es stimmt, man kann Mediziner anbeten, doch ohne 10 Euro gibt es kein Wunder.

Mediziner sind nicht die Einzigen über die man Vorurteile hat.
Physiker - schüchterne, kaum gut aussehende Menschen, zwar schlau wie Einstein, doch ständig mit raus gestreckter Zunge, widerlich.

Keine Vorurteile hat man über Tierproduzenten, weil man sie nicht kennt. Selbst Zuchttiere sagen: "Ich brauch die nicht um mich zu paaren. "

Dagegen ist ein klassische Vorurteil bei Informatikern: Die tragen Stifte und einen Taschenrechner in der Hemdtasche. Sind fast so was wie Physiker, nur ohne Zunge. Über wen man auch viele Vorurteile hat sind Wirtschaftler. Die können nichts, machen nichts. Das ist völlig falsch. Wie wir nicht erst seit letztem Jahr wissen: Die Wirtschaftler fahren einen gut laufenden Betrieb an die Wand, weil sie es können.

Ein weiteres Vorurteil: Sportler
Nix im Kopf und nur Muskeln, doch selbst dieses Vorurteil ist ja nicht richtig, weil Steroide und EPO sich auch im Kopf ablagern. Da ist dann schon was im Kopf, nicht umsonst heißt es bei Radsportlern nur Doping im Kopf.

Oder die Gänseblümchen verstehenden Ökos, die die Umwelt lieben und nur BIO essen, ich meine jetzt nicht die Pädagogen, ich meine die Biologen.

Das man über Minderheiten mehr Vorurteile hat, als  über die bisher genannten Randgruppe, ist fast jedem unbewusst klar. Da meint man gern mal: Die sprechen nur ihre Sprache, wollen sich nicht richtig eingliedern, leben für sich, essen Gurken mit Senf - und das ist das Gute was man über die Sorben weiß.

Schlimmer sind da fast nur die Vorurteile, die man zu Leuten vom Bau hat. Primitiv, sexistische, Proll sind Eigenschaften, die kaum für Vorurteile verwendet werden.

Doch auch zu Chemikern hat man Vorurteile. Da meint der eine, die produzieren nur Sprengstoff und Drogen. Andere meinen sie seinen ständig auf der Suche nach anderen, wie sonst lässt sich erklären das sie ständig schreien "Chemiker wo seit ihr?"

gepostet am 04.01.10 um 21:35 Uhr, 0 Kommentare
tags: Türchen

Liedertürchen 2

Schon seit Jahren suchen wir, der Chemie11erRat nach einem neuen 11erRatslied, das wir singen könnten am Ende unseres Programms, doch bis jetzt ist aus der Idee nichts weiter geworden.

Es könnte daran liegen, dass wir nicht singen können, doch das hindert uns ja auch nicht das alte Lied vor zutragen. Es könnte daran liegen, dass wir doch irgendwie immer wieder was anderes zutun haben, die höffliche Form dafür das wir stinkend faul sind, oder das uns nichts wirklich gefallen hat und wir deshalb das alte genommen haben oder einfach aus Tratition.

Egal was es ist und was es all die Jahre war, dieses Jahr wurde der Entschluss gefasst ein neues Lied zu machen. Doch wie macht man das haben wir uns gedacht und so kamm die Idee, dass wir Künstler/Bands fragen, ob sie nicht einen ihrer Hits auf uns umschreiben wollen. Und irgedwie kann man meinen, entweder  kannten sie uns nicht oder ein Schelm in der PR-abteilung hat die Songs geschrieben, denn das Richtige war auch diesmal nicht dabei, so dass wir doch selber ran mussten. Das Ergebniss dürft ihr dann am 16.1. am Ende unserer Show geniessen. Die Fehlversuche dafür hibts hier!

Heute

nein nein nein
verdammt ich versteh es nicht
ich hatte doch meine Abitur
jede Mixtur bis zum Master hingekriegt
doch nun trette ich auf der Stelle
begreife es geht auch nur um Konkurrenz
studiere jede Quelle
studiere jedes Buch fahr zu jeder Konferenz
mein Konto ist in den Miesen und ich brauch endlich mal ne Erleuchtung
und was ich auch brauch, ist die Liebe von allen, und nicht wieder eine Enttäuchung
"Man wird nicht einfach in der Chemie Doktor, dass müssen sie mal begreifen"
sagt mir der Prof und ich bin noch total am Zweifel

Und ich frag "echt" und er sagt "ja, ja"
und ich frag "echt" und er sagt "na klar"
"jetzt siehts mit ihrer Arbeit noch nicht -top aus"
"das wird schon" sagt der Prof und schickt mich - promt raus

es könnt' alles so einfach sein ist es aber nicht

Das hab ich mir irgendwie schöner gedacht
Ich glaub ich hab irgend ’nen Fehler gemacht
Ich hatte doch höhere Ziele
wollt Roederer trinken, Vermögen verdienen über Nacht
Stattdessen sitz ich hier den ganzen Tag
Trink zuviel Kaffee, den ich nicht vertrag
Kopiere Papiere, die ich eh nicht kapiere
und später sortiere ich sie in ein Fach
Doch wo ist der Sinn, da wollt’ ich nie hin
Was bitte glauben die bloß wer ich bin?
Da kann noch was gehn, ihr werdet schon sehn,
ich werde die Bude hier bald übernehm’
Und läuft der Laden erstmal wie ’ne Eins
dann ist das alles hier irgendwann meins
Ich bin der Pate und werde euch
Sklaven von allen Strapazen für immer befrein

Es könnt’ alles so einfach sein
Ich gönn’ allen ihr Eigenheim
Denn wir wollen eh keine Arbeit
wollen nur jede Menge Geld
Wenn es geht keine Fragen,
die uns irgendjemand stellt.

es könnt' alles so einfach sein ist es aber nicht

öffne deinen Geist und atme tief
lerne zu begreifen auch was du nicht siehst
höre auf dir zu sagen "das schaff ich nie"
denn du brauchst deine Kraft für die Chemie
das Studium ist nicht leicht
auch wenn es dir noch nicht so scheint
am ende weißt du über die Welt Bescheid
das ist was Chemieker vereint
dann fassen wir mal zusammen:
mit Chemie hattst du angefangen
viele Vesuche sind super glatt gegangen
doch am Ende steht dein Labor in Flammen

klar haste Fragen aber ne Antwort - haste leider nicht
klar willste einen Doktor doch ohne Master - geht es leider nicht
suchst ne Formel für Gold aus Blei - findste sie aber nicht
Professor Krautscheid oder Dekan Berger - biste leider nicht

es könnt' alles so einfach sein ist es aber nicht

gepostet am 03.01.10 um 21:24 Uhr, 0 Kommentare
tags: Türchen

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